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Aktivisten von White Lives Matter suchen Unterstützung

Dieser Text ist Teil der vierteljährlichen Forschungsergebnisse 3 ’23

In kurzer Zeit entstanden zwei wichtige Anführer von White Lives Matter Niederlande (WLM) kam zweimal mit der Justiz in Kontakt. Um die persönlichen und organisatorischen Folgen abzumildern, wurde eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Ein solches Vorgehen wird ihnen jedoch vom Gericht untersagt.

Rund um WLM in den Niederlanden ist es ziemlich ruhig. Der Grund laut dieser Aktionsgruppe: „Die politische Unterdrückung” von „pro-weißem Aktivismus“. Nach Angaben der Aktionsgruppe sind das Wachstum und der Ruhm von WLM so bedrohlich, dass „das System“ nach der Laseraktion auf der Erasmusbrücke in Rotterdam „Schläge“ versetzte. Aufgrund der Verhaftung der beiden Führungskräfte im Februar dieses Jahres „stagniert das Wachstum von WLM Niederlande.“

John van de Kar (Links) von John Abrossimow (rechts) bei der WLM-Aktion in Utrecht, Mai 2022

Und deshalb gibt es im August von Daniel Smirnov (1988), einer der Verdächtigen bei der Laseraktion auf der Erasmusbrücke, eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Das minimale Ziel besteht darin, Geld für eine neue Körperkamera zu sammeln, Aufkleberdrucker und Telefon. Diese Ausrüstung sei bei der Festnahme im Februar beschlagnahmt, aber „mit unserem eigenen Geld gekauft“ worden, sagte Smirnow. Denn Smirnow und sein Mithäftling John Abrossimow (1998) Auch die Prozesskosten und angebliche Einkommensverluste, die während der dreiwöchigen Untersuchungshaft entstanden sind, müssen sie bewältigen. Sie benötigen die Spenden, um „sich schneller von der Unterdrückung des Systems zu erholen“. Zur Beschlagnahmung einer Armbrust und 3D-gedruckter Waffenteile schweigt Smirnow. Offenbar hat das für WLM keine Priorität.

Die Anklage wegen Verbreitung rassistischer Parolen ist nicht das einzige Gerichtsverfahren, in das Smirnow und Abrossimow verwickelt sind. Im März dieses Jahres wurden sie und ein weiterer WLM-Aktivist wegen Rassismus und Gewalt verurteilt. Hierin Überzeugung Das Gericht stellt fest, dass die Verbreitung von WLM-Material (und WLM-bezogenes Material) strafbar. Und zusätzlich wurde ein Kontaktverbot gegen die Verantwortlichen verhängt. Smirnow und Abrossimow sei es für die Dauer von zwei Jahren untersagt, „auf irgendeine Weise – direkt oder indirekt –“ miteinander in Kontakt zu treten.

Mit dem Start dieses Crowdfundings verstößt Smirnow eindeutig gegen diese Aussage. Abrossimow hat das schon einmal gemacht, durch seine Aktivitäten bei der WLM-Tochtergesellschaft Aktiver Club Dietsland weitermachen.

Gericht verhängte besondere Bedingungen für WLM-Aktivisten

Kleine Hilfe

Die gewünschte finanzielle Unterstützung fehlt weitgehend. Die WLM Telegram-Gruppe hat positiv auf die Kampagne reagiert, Aber nur in den ersten vier Tagen des Crowdfundings kommen ein paar Dutzend Euro zusammen. Danach bleibt es ruhig um WLM. Der erste Zielbetrag von 500,- ist noch lange nicht erreicht. Ganz zu schweigen von der höchsten Zielmenge von über 2000,- Deckung aller angegebenen Kosten für die WLM-Aktivisten. Aufgrund der rechtlichen Probleme von Smirnov und Abrossimow hat der WLM-Aktivist Jan van de Kar (1993) viel stärker an der Spitze dieser Organisation zu stehen. Im Juli versucht er, die Verantwortung für WLM zu übernehmen, indem er a Laserprojektionsaktion soll in einem Bürogebäude in Capelle aan de IJssel durchgeführt werden. Dank aufmerksamer Passanten konnte Van de Kar sofort von der Polizei festgenommen werden. Der Laserprojektor wurde beschlagnahmt und Van de Kar verhaftet Fortsetzung wegen Gruppenbeleidigung. Der bedauerliche Verlust des Laserprojektors lässt die Kosten noch weiter steigen, aber das ist seltsamerweise nicht in Smirnows Finanzbild enthalten.

Screenshot Crowdfunding WLM

Probleme

Die rechtlichen und finanziellen Rückschläge von WLM bereiten der Aktionsgruppe viele Probleme. Und dann müssen noch die Klagen bezüglich der Erasmus-Brücken-Aktion und der Laser-Aktion von Van de Kar beginnen. Es scheint, dass WLM solche Rückschläge nicht verkraften kann. Dies zeigt sich unter anderem an der begrenzten finanziellen Solidarität der WLM-Unterstützer, der es offenbar vorzieht, auf dem Telegram-Kanal nur unverbindliche Kommentare abzugeben. Aber auch aus der Tatsache, dass der harte Kern der WLM so klein ist, dass sie sogar eine eigene Solidaritätskampagne organisieren müssen.